IDEAL Magazin Ausgabe 11 Seite 65

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Inhalt

Seit 2007 beschäftigt mich das Thema Tod immer mehr und ich frage mich warum der Tod in der Gesellschaft meistens ein Tabu thema ist Ich möchte dies gerne ändern und habe daher Ende 2013 noch eine Ausbildung zur Trauerbegleiterin angefangen Hier lerne ich nicht nur viele neue Menschen kennen die mich nachhaltig beeindrucken sondern ich bin geradezu überwältigt von der inneren Kraft einiger Menschen sowohl von den Sterbenden als auch von den Trauernden und auch von denjenigen die beruflich täg lich mit dem Thema Tod zu tun haben Mareike Fuchs ist einer dieser Menschen die mir in den letzten Wochen begegnet sind und die mich mit ihrer Persönlich keit stark beeindruckt hat Frau Fuchs ist 35 Jahre jung und bereits seit zehn Jahren in der Hospizarbeit tätig Sie ist sehr freund lich und herzlich und auch wenn sie mit voller Stimme spricht ist sie alles andere als laut Ihre Worte wirken stets bedacht und sie bringt eine innere Ruhe mit die nicht nur gefühlvoll sondern auch sehr verständ nisvoll wirkt Mareike Fuchs ist Hospizleiterin bei Hamburg Leuchtfeuer und die Philoso phie ist hier ganz klar und heißt Den Tagen mehr Leben geben Vor Hospizen muss man keine Angst haben Das sind liebevolle Einrichtungen mit ca zehn bis fünfzehn Einzelzimmern deren Angebot sich an schwerkranke Menschen mit einer unheilbaren und fort geschrittenen Erkrankung richtet Die Be wohner werden durch ein multiprofessionel les Team von Fachpflegekräften Palliativ medizinern Schmerztherapeuten Sozial arbeitern Seelsorgern und Ehrenamtlichen ihren Bedürfnissen entsprechend versorgt Die Kosten werden von den Kranken und Pflegekassen übernommen Im Leuchtfeuer Hospiz gibt es keine Zeit für menschliche Mauern und Fassaden denn hier ist jeder gleich die Hospizmit arbeiter ebenso wie seine Bewohner Alle Menschen begegnen sich hier über ihre Profession und ihre Erkrankung hinaus Oftmals wird der nahende Abschied für alle Beteiligten zur intensivsten Phase im Leben Mareike Fuchs geht es um die achtsame Begegnung im Miteinander denn das ist die elementare Grundlage bei der Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen und ihrer An und Zugehörigen Im Ham burg Leuchtfeuer Hospiz werden nicht nur die Menschen in ihrer jetzigen Situation begleitet sondern jeder Mensch mit seiner gesamten Lebensgeschichte und seinem sozialen Umfeld Angehörigen und Freun den steht das Hospiz Tag und Nacht offen und es gibt immer die Möglichkeit auch im Hospiz zu übernachten Die Welt braucht mehr Mareikes und es wäre schön wenn wir alle verstehen dass Sterben auch Leben ist Raum zum Leben Raum zum Abschied nehmen Das Hamburg Leuchtfeuer Hospiz www hamburg leuchtfeuer de MEINE HELDEN Madita van Hülsen 65


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